STORY | How to be Single 5.0 – Teil 4

How to be a single 5.0 – Teil 4
Gastbeitrag

 

Tag 181 als Single.

 

Meine Begeisterung für Tinder hat sich nach und nach wieder etwas gelegt.

Irgendwann fand ich es dann doch etwas zu anstrengend die Namen den richtigen Unterhaltungen zuzuordnen bzw. andersrum – immer zu wissen, wem ich jetzt eigentlich was bereits erzählt hatte. Natürlich machte es Spaß und so kurz nach einer Trennung war es einfach die Ablenkung überhaupt, frei nach dem Motto: „Hallo Herr Ego-Push, du seltener Gast. Wo hast du dich nur versteckt die letzten 5 Jahre?“

Es reichte also erstmal ganz gut, um mich wieder begehrenswerter & toller zu fühlen – armeselig, aber WHO CARES?

Trotz ca. 149 Matches & 38 Unterhaltungen (Umkreis ca 90 km) hab ich mich – beinahe schon nonnenhaft – mit nur 2 Typen per jetzt getroffen. Man höre, man höre – ich habe es also definitiv nicht übertrieben, wie man anfangs evtl. erst vermutet hätte.

Wobei, ich gestehe, es da ja auch noch alte Bekanntschaften gibt, die ich schon vor Tinder kannte – aber das wird mal eine eigene Geschichte.

Da kann es nämlich schon mal passieren, dass man von dem ein oder anderen schief angesehen wird, wenn man erzählt, dass man jetzt erstmal wieder „auf die Kake hauen“ will.

Und „Wieso?“ fragt sich jetzt der ein oder andere?

Ganz klar, weil wer so lange in einer Beziehung war, der muss sich erstmal tage-, monate-, neiiiinn jahrelang in Selbstmitleid wälzen.

Nicht mehr vor die Tür gehen.  20.000 Liter Tränen beim Einschlafen vergießen.

Den Ex-Freund 24 h auf sämtliche Art und Weisen stalken. 3,1 Tonnen Schokolade konsumieren während eine traurige Schnulze auf dem Laptop läuft. Und am besten jedes Mal das Heulen anfangen, wenn man IHM über den Weg rennt und darauf hoffen, dass er irgendwann einsieht wie sehr er einen dann doch vermisst (weil alle anderen Mädchen blöde Bitches sind).

 

Ähhh….Nein…

 

Kann man machen. Ich mache es nicht.

Warum? Weil es bullshit ist – ganz einfach und sowas wie Stolz sollte man auch in den dunkelsten Zeiten noch in sich tragen.

Keine Frage, dass man erstmal darunter zu leiden hat, aber wer glaubt, dass er sonst niemanden mehr finden wird und Angst hat vor dem Alleinsein, der irrt sich gewaltig.

Denn allein ist man nie, man hat sich immer noch selbst und im besten Fall sogar noch eine tolle Familie und/oder die besten Freunde.

Wer sich selbst nicht gefunden hat, wird auch nie jemanden anderen finden, der einen jemals wirklich kennt. Das ist zumindest meine Meinung.

Was ich eigentlich damit sagen will – es ist verdammt nochmal meine eigene Entscheidung wie ich mit (m)einer Enttäuschung umgehe.

Und ich muss mich sicherlich nicht schlecht fühlen, weil ich mich gut fühle.

 

So viel dazu.

 

xx, Madame Herzvoll

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